09.12.2009 - 07.03.2010

Die Virtualität des Bildes. Frühe Computerkunst der Sammlung Clarissa

Manfred Schroeder "Ohne Titel" (Portrait), Circles Around Eye, 1965-1969, Fotoreproduktion einer Computerzeichnung, courtesy Sprengel Museum Hannover
Manfred Schroeder "Ohne Titel" (Portrait), Circles Around Eye, 1965-1969, Fotoreproduktion einer Computerzeichnung, courtesy Sprengel Museum Hannover

"Die Sammlung Clarissa ist eine der frühesten Sammlungen von Computergrafik in Deutschland, vielleicht sogar weltweit. Die Galeristin Käthe Schröder, die in der Plathnerstraße in Hannover eine Galerie für Fotografie betrieb, hatte schon in den 1960er Jahren Exemplare der damals kaum bekannten Computerkunst gesammelt und, als sie die Galerie 1968 schließen musste, der Stadt Hannover als Geschenk übergeben. Viele Jahre fristeten die Blätter der Computergrafik in einer Kiste verpackt ein kärgliches Dasein, bis sie wieder entdeckt, aufgearbeitet nun endlich präsentiert werden können.

Die Computerkunst, die ihren Höhepunkt in den 1960er Jahren hatte, umfasst Arbeiten, die mithilfe eines Computers im Sinne eines analogen, digitalen oder eines Hybrid-Rechensystems entstanden sind. Ein wesentlicher Bereich dieser Kunstrichtung, der insbesondere ihre Anfänge und das Gesicht erster Ausstellungen prägte, ist die Computergrafik. Damit sind insbesondere durch oben genannte Rechensysteme generierte und über einen Zeichenautomaten zu Papier gebrachte Grafiken gemeint. In der Computerkunst der 1960er und 1970er Jahre finden sich unterschiedlichste Berührungspunkte zur elektronischen Musik, zur Computerplastik und -animation, aber auch zur Videokunst. Auch in der Entstehung der so genannten Net Art spielt die experimentelle und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Computer in jenen Jahren eine wichtige Rolle. Die Computerkunst weist darüber hinaus jedoch auch Verbindungslinien zu Bildschirm-Installationen, Projektionen, Computeranimationen und -bildern auf.

Die Ausstellung im Sprengel Museum Hannover gibt mit Werken von u. a. Otto Beckmann, Herbert W. Franke, Leon D. Harmon, A. Michael Noll, Georg Ness, Frieder Nake, Leslie Mezei, Kenneth C. Knowlton und der Computer Technique Group (CTG) einen Einblick in die Pionierphase der Computerkunst und zeigt einen bedeutenden Ausschnitt dieser von der Forschung bislang wenig beachteten Kunstrichtung."
(Pressetext: Sprengel Museum Hannover)

 
Sprengel Museum Hannover
Sprengel Museum ©Christof R. Schmidt Photography

Sprengel Museum Hannover

Kurt-Schwitters-Platz

30169 Hannover

Tel: +49 (0) 511 / 168 438 75

Fax: +49 (0) 511 / 168 450 93

Web: http://www.sprengel-museum.de

Öffnungszeiten

Di - Do 10 - 20 Uhr
Fr / Sa 10 - 22 Uhr
So 10 - 20 Uhr

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